„Wer möchte nicht im Leben bleiben“, der Titel ist angelehnt an das DDR-Kinderlied, erzählt in sehr berührender Weise die Geschichte der jungen Frau Christina, einem musikalischen Ausnahmetalent. Im Alter von nur 24 Jahren hat sie sich 1985 in Neubrandenburg, wo ihre Eltern wohnten, das Leben genommen.
Helene Bukowskis literarische Spurensuche führt uns nach Leipzig, wo Christina 1961 geboren wurde. Nach Neustrelitz, Neubrandenburg, an die Spezialschule für Musik nach Berlin, an das Musikkonservatorium nach Moskau sowie in das Stasiunterlagenarchiv. Bukowski hat für ihr Buch mit Freundinnen & Weggefährtinnen gesprochen, hat die Schauplätze von einst aufgesucht. Ihre ganz eigene Sprache macht das Buch so wertvoll. Dass die Autorin Helene Bukowski (geboren 1993) sich selbst immer wieder mit ein bezieht & in Beziehung zur Protagonistin setzt, wie sie versucht, den Geschehnissen auf den Grund zu kommen, macht den Roman so berührend. „Wer möchte nicht im Leben bleiben“ erzählt vom Alltag der jungen Pianistin Christina, vom Leben unter katastrophalen Bedingungen im Internat, vom Druck, der auf der jungen Musikerin lastet, durch Eltern, Lehrer*innen, Gesellschaft & nicht zuletzt sich selbst. Kaum irgendwo ein Ausweg.
‚Wie Helene Bukowski aus dem Nachlass einer jungen Frau ein ganzes Leben rekonstruiert und daraus diesen schmerzlichen und klaren Roman komponiert, ist großartige Literatur.‘ Marion Brasch
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