Ausgebildet in Restaurierung an der Hochschule für Bildende Künste in
Dresden – nach Studien der Theologie und Philosophie – verbindet sie
geistige Tiefe mit handwerklicher Präzision. Ganz bewusst greift sie auf
historische Maltechniken zurück und nutzt für ihre kleinen und großen
Tafelbilder Pigmente, Leime und Bindemittel, die seit Jahrhunderten
Geschichten erzählen. Besonders charakteristisch ist ihre Wahl des
Malgrundes. Sie sammelt, was andere übersehen oder wegwerfen:
Tapetenreste, ausrangierte Möbelstücke, Holzrahmen, Textilien.
Fundstücke vom Straßenrand oder Sperrmüll werden zu poetischen
Bildträgern, mit sichtbaren Zeichen gelebter Zeit.
Trotz dieser Tiefgründigkeit bleibt ihre Bildsprache heiter. Humor und
Leichtigkeit durchziehen ihr Werk. Schönheit ist hier kein Pathos,
sondern eine innere Haltung und ein Bekenntnis zum Staunen.
„Das Universum ist ein Schelm“ – es hinterlässt Spuren, wir greifen sie
auf. Im Zusammenspiel von Vergangenheit und Gegenwart, von Fundstück und
Vergoldung, Ernst und Heiterkeit zeigt sich: das Leben liebt die
Verwandlung und zwinkert uns manchmal dabei zu.
Esther Wüstenberg
geboren 1973 in Waren (Müritz) | 1997 – 2002 Studium an der Hochschule
für Bildende Künste Dresden, Fachbereich Restaurierung/Konservierung von
Kunst und Kulturgut | seit 2008 Mitglied im BBK | lebt und arbeitet in
der Mecklenburgischen Schweiz zwischen Teterow und Güstrow
Die Ausstellung ist barrierefrei zugänglich. Die Werke stehen zum Verkauf.
April: Mo – Fr 10 – 17.30 Uhr | ab Mai täglich 10 – 18.00 Uhr