Wir begegnen den Arbeiten der gebürtigen Warenerin Esther Wüstenberg – einer Künstlerin, die uns das Universum nicht als strenge Ordnung vor Augen führt, sondern als verschmitzten Mitspieler; als etwas, das sich nicht festhalten lässt und uns gerade darum immer wieder zum Staunen bringt. Esther Wüstenberg vereint in ihrer Kunst auf eindrucksvolle Weise geistige Tiefe und handwerkliche Präzision. Ausgebildet in der Restaurierung an der Hochschule für Bildende Künste Dresden und geprägt durch Studien der Theologie und Philosophie, bringt sie ein feines Gespür für Geschichte, Material und Bedeutung mit. Ihre Werke entstehen in der bewussten Hinwendung zu historischen Maltechniken, die seit Jahrhunderten verwendet werden. Fundstücke vom Straßenrand, alte Holzrahmen, Tapetenreste und ausrangierte Möbelstücke werden bei ihr zu Bildträgern, mit sichtbaren Spuren gelebter Zeit in sich. Ihre Bildsprache ist von einer bemerkenswerten Leichtigkeit durchzogen, ein feines Augenzwinkern begleitet viele ihre Arbeiten. Schönheit erscheint hier nicht als großes Pathos, sondern als innere Haltung – als Entscheidung für Aufmerksamkeit, für Staunen, für das Wunder des Alltäglichen.
Die Ausstellung ist täglich von 10 bis 18.00 Uhr frei zugänglich. Die meisten Arbeiten sind im Verkauf.